70 Jahre und 7 Monate

Am Dienstag wurde der Opa 70, was wir gleich mit einem Überraschungs-Frühstück mit Opas Geschwistern gefeiert haben. Danach haben wir noch einen Ausflug gemacht und ein nettes kleines Café mit sehr leckeren Torten entdeckt. Über seine Geschenke hat sich der Opa sehr gefreut, u.a. hatte ich ihm ein Fotobuch gemacht, das von meiner Geburt bis heute ging und unsere gemeinsame Zeit dokumentiert. Bis am Ende der Zwerg dazu kommt, und aus dem „Papa“ ein „Opa“ wurde.

Die große Feier findet heute statt, und ich habe mal wieder mit Fondant, Marzipan und Lebensmittelfarbe gespielt 🙂

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Danach musste ich erst mal in die Badewanne, um meine Finger einzuweichen (ich kann nicht mit Handschuhen arbeiten) 😉 Ein paar der Badetiere vom Zwerg haben mir Gesellschaft geleistet 🙂

Jetzt kann ich wieder mit sauberen Fingern feiern 😉 Denn Nagellack ist noch tabu, so lange der Zwerg immer wieder meine Finger in den Mund schiebt 😉 Und so lange ich sein Kiefer massiere, weil die Zähnchen schmerzen.

Aber damit sind wir schon beim zweiten Jubiläum, der Zwerg ist heute Nachmittag ganze 7 Monate bei uns, ich kanns noch gar nicht glauben…

Inspiriert von Moppels Liste bei Heiße Füße möchte ich auch ein bisschen erzählen, was der Zwerg mittlerweile so alles kann und macht.

  • Glücklich macht er uns auf alle Fälle! Es gibt nichts Tolleres, als Eltern eines so wunderbaren Wesens zu sein… Letztens waren wir mit dem Auto unterwegs, ich saß hinten beim Zwerg, der bald eingeschlafen war. Und als er wieder wach wurde, sah er mir in die Augen und lachte selig. Da hatte ich (mal wieder) Tränen in den Augen…
  • Er ist so aktiv, dass ich mich kaum noch daran erinnern kann, wie es war, als er fast den ganzen Tag in meinen Armen geschlafen hat 😉 Jetzt knallt er die Beine auf den Boden, dreht sich in alle Richtungen, versucht zu robben (manchmal klappts nach vorne, meist gehts aber noch im Kreis), sitzt wackelfrei und ziemlich lange, und wenn er doch umfällt, weil er nach etwas greifen will, das zu weit weg ist, setzt er sich meist auch wieder auf. Wenn man ihn auf den Boden stellt, setzt er auch schon schön die Füße voreinander (bis vorgestern noch hintereinander) und bewegt sich (natürlich begleitet 😉 ) vorwärts.
  • Er isst Brei in allen Varianten, und das meist mit kaum Kleckerei (das meiste kommt daher, dass die Mama sich von fliegenden Händen ablenken lässt). Seit kurzem hat er auch festgestellt, dass Essen, das man ihm in die Hand gibt (z.B. Semmel), nicht nur Spielzeug ist. Wasser trinkt er gerne mit Strohhalm, ob auch ein Becher allein schon klappt, haben wir noch nicht probiert.

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  • Er gibt die lustigsten Töne von sich, von ganz heiser bis lautstark quietschend, aber durchaus auch Laute, die schon wie Buchstaben klingen. Seit er jetzt so beschäftigt ist mit Fortbewegungsmöglichkeiten trainieren, hat er aber nicht mehr ganz so viel Zeit zum Reden. Die Stunde nach dem Aufwachen und vor dem Frühstück gegen 8 Uhr lässt er sich meist aber nicht nehmen.
  • Er hat seine Ohren und seinen Schatten entdeckt. Die Ohren werden lange zwischen den Fingern gedreht, vermutlich versucht er, sie abzumachen, da er sie ja nicht sehen kann, aber gerne in den Mund stecken möchte 😉 Der Schatten macht auch total Spaß. Irgendwie ist der ähnlich wie das Baby im Spiegel, das immer das gleiche macht wie der Zwerg. Der Schatten bewegt sich auch immer dahin, wo der Zwerg hin will.
  • Er streckt (wieder, nach ca. 2 Monaten Pause) die Zunge raus. Das könnte aber auch mit den Zähnchen zu tun haben, die, wie es aussieht, tatsächlich in den nächsten Tagen durchbrechen, denn die Zunge geht immer über diese Stelle. (Stichwort Zähnchen: die Unterlippe ist auch schon ganz zerbissen, ich hoffe, er hört wieder auf, sie so reinzuziehen, wenn die Zähne da sind.)
  • Er kann sich lange mit seinem Spielzeug beschäftigen. Am liebsten räumt er zur Zeit alles von einer Seite auf die andere. Dabei wird eines nach dem anderen genommen, etwa 1-2 Minuten bespielt und dann auf die andere Seite gelegt. Mit dem nächsten läufts dann genau so.
  • Er freut sich total über die Mieze, wenn er sie sieht, lacht er, wenn sie sich zu ihm legt, gluckst er und versucht sie zu streicheln, vor allem zwischen den Ohren. Meist ist er dabei ganz vorsichtig, manchmal greift er aber auch ein Haarbüschel. Die Mieze ist aber total geduldig. Erst einmal hat sie ihm einen kleinen Klaps gegeben, aber völlig ohne Krallen, obwohl sie die normal nicht mal zum Treteln einzieht. Normalerweise steht sie aber einfach nur auf und geht, wenn es ihr zu anstrengend wird. Das kommt aber nicht oft vor. Die Mieze hat den Zwerg auch von Anfang an beschützt und kam immer gleich, wenn der Zwerg weinte und gerade keiner bei ihm war.
  • Er hat so viele verschiedene Arten zu lachen und zu lächeln, von ganz leise, fast schüchtern, bis total ausgelassen und juchzend. Aber egal wie, man muss einfach immer mitlachen 🙂 Seit wir den Zwerg haben, trifft die Statistik, wie oft ein Erwachsener im Vergleich zu Kindern lacht, auf uns nicht mehr zu. Diese Lebensfreude ist einfach ansteckend. Und es ist so wunderbar zu sehen, dass der Zwerg, selbst wenn er gerade noch total weinen musste, weil das mit dem Essen wieder nicht schnell genug ging oder der Zahn weh tut, im nächsten Moment schon wieder alles vergessen hat und einfach nur lacht und glücklich ist.
  • Er wächst und wächst und wächst… Von dem Frühchen ist längst nichts mehr zu sehen, mittlerweile hat er die 70cm-Marke geknackt, und auch gewichtsmäßig geht die Tendenz schon in Richtung zweistellig, mit Kleidung und Windel warens vor 2 Tagen in der Krabbelgruppe schon 9,5 kg… Dagegen ist unsere Mieze leicht wie eine Feder, obwohl sie (schon immer ein Fliegengewicht) anfangs fast 1 kg schwerer war als der Zwerg…
  • Weil er viel wächst, muss er auch viel schlafen. Wenn ihn die Zähnchen lassen, gerne von 7 Uhr abends bis 8 oder halb 9 Uhr morgens. Manchmal bekommt die Mama aber trotzdem kein Auge zu, denn da kann der Zwerg nur mit Schnuller schlafen (den er sonst eigentlich nur zum Einschlafen braucht), verliert ihn aber ständig und findet ihn nicht mehr und muss deshalb jedesmal laut weinen. Die Mama hält den Schnuller dann mit der Hand fest (wie gut, dass der Zwerg noch ins BabyBay passt – eine Mama-Handbreit ist noch Luft -), aber sobald sie einschläft, rutscht die Hand ab, fällt der Schnuller raus, muss der Zwerg weinen, muss die Mama den Schnuller wieder suchen und einstöpseln, und alles geht wieder von vorne los… Tagsüber braucht der Zwerg den Schnuller aber kaum, da spielt er lieber mit dem Schnullertuch.
  • Er mag: Alles, was bunt ist, vor allem gelb. Alles, was rasselt oder sonst lustige Geräusche macht. Baden und wie wild im Wasser plantschen, egal, ob im Schwimmbad oder in der Wanne. Mitmachlieder. Seine Giraffe. Mamas Brille und lange Haare (wenn meine Haare mal offen sind, fängt er sofort an zu strahlen und greift danach). Mit Papa Blödsinn machen und dabei so viel lachen, dass er fast schon weinen muss. Mit Opa seine Lieblingsplätze aufsuchen und Guckguck spielen. Und noch soooooo viel mehr.

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  • Er mag nicht: Angezogen werden. Vor allem nichts über den Kopf und wo die Arme durch müssen. Ungünstig, jetzt wos kalt wird. So haben wir bei fast jedem Oberteil und fast jeder Mütze großes Geschrei mit vielen Tränen und Gestrampel… Aufs Essen warten müssen. Geduld ist noch nicht seine Stärke (aber die bekommen Kinder wohl größtenteils erst mit etwa 3 Jahren, habe ich letztens gelernt, da ist also noch eine laaaaange Durststrecke zu überwinden…). Die Drückerei vor so manchem großem Geschäft (manchmal dagegen merkt man nur, dass etwas passiert ist, weil mans riecht und er grinst 😉 ) und das Zähne-Kriegen. Und fremde Leute werden mittlerweile auch meist lieber mit Abstand betrachtet, auf den Arm lässt er sich auch nicht mehr von jedem nehmen.
  • Ach, und es gäbe noch soooooooooo viel mehr zu erzählen, was toll ist am Zwerg und was er schon alles macht. Aber alles müsst ihr ja auch nicht wissen 😉
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3 Gedanken zu “70 Jahre und 7 Monate

  1. Herzlichen Glückwunsch 😊
    Wie süß!!! Diese Ungeduld hat der moppel auch 😂😂 und anziehen findet er auch total blöd und beim wickeln zappelt er rum, ich hab schon zu ihm gesagt ich glaube er heißt Phillip 😄
    Wir sind grad alle zusammen wach, weil er sich nicht beruhigen wollte… jetzt lacht er und findet alles ganz toll… ich werd morgen wieder rumlaufen wie ein Zombie 😄

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  2. Hi du, ich habe mir gerade – animiert von deinem Zwerg – das Buch Muttergefühle ausgeliehen, da geht es auch um das Glück und manchmal eben auch um den Kummer einer jungen Mutter.
    Jetzt grüble ich, in welcher Beziehung der Opa gemeint ist – in Bezug auf deinen Zwerg, denn für dich wäre ein 70jähriger Opa wohl doch etwas zu jung. Ich dachte nämlich immer, ich könnte deine Mutter und nicht deine Oma sein – ich hoffe nicht, dass ich mich täusche.
    Die Torte sieht wirklich lecker aus – du lässt ja nichts aus, wo du handwerklich-künstlerisches Talent beweisen kann.
    Und tschüss von Clara

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    • Liebe Clara, die Rollen sind hier klar verteilt: Zwerg, Mama & Papa und Oma & Opa (meine Eltern). Sonst wirds mir zu kompliziert 😉 Musst dir also nichts denken, meine einzige noch verbliebene Oma geht auf die 90 zu…
      Alles Liebe an dich, die du ja heute zu deiner Reise aufbrichst oder schon unterwegs bist. Hab eine wunderbare Zeit!

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